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Wartung

Wartung

Regelmäßige Wartung heißt, den Wartungsplan des Herstellers einzuhalten – nicht, allgemeinen Tipps zu folgen. Hier erklären wir, woraus der Wartungsplan besteht und wie man ihn liest; konkrete Intervalle und Füllmengen entnehmen Sie der Anleitung Ihres Fahrzeugs.

Motoröl

Ausführlich auf der Seite zur archivierten Adresse „Ölwechsel“.

Viskosität

Wird nach SAE J300 angegeben, etwa 5W-30: Die Zahl mit „W“ ist die Winterklasse, die zweite die Viskosität bei hohen Temperaturen.

Qualitätsklassen und Freigaben

Die Klassen nach API und ACEA beschreiben das Leistungsniveau des Öls, Herstellerfreigaben die Eignung für die Anforderungen bestimmter Motoren.

Wechselintervall

Legt der Hersteller nach Laufleistung und Zeit fest. „Erschwerte Bedingungen“ verkürzen das Intervall in der Regel.

Quelle SAE J300; Betriebsanleitung des Fahrzeugs

Bremsflüssigkeit

Warum sie gewechselt wird

Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch – sie nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf. Deshalb wird sie nach Wartungsplan gewechselt, auch wenn der Füllstand stimmt.

DOT-Klassen

DOT 3, DOT 4 und DOT 5.1 sind Flüssigkeiten auf Glykolbasis. DOT 5 basiert auf Silikon und darf nicht mit Glykolflüssigkeiten gemischt werden. Welche Klasse nötig ist, steht in der Anleitung oder auf dem Deckel des Ausgleichsbehälters.

Was zum Wartungsplan gehört und wo Sie die Werte finden

PositionWarum wartenWo Intervall und Spezifikation stehen
Motoröl und ÖlfilterÖl altert, verschmutzt und verliert seine SchutzwirkungWartungsplan, Abschnitt zum Motoröl in der Anleitung
BremsflüssigkeitNimmt Feuchtigkeit auf, die Eigenschaften lassen nachWartungsplan; DOT-Klasse in der Anleitung
Luft- und InnenraumfilterSetzen sich zu, besonders bei StaubWartungsplan, Hinweise zu erschwerten Bedingungen
KühlmittelSchützt vor Überhitzung, Frost und KorrosionAnleitung: Art der Flüssigkeit und Wechselfrist
GetriebeölArbeitet unter anderen Bedingungen als MotorölAnleitung: Verschiedene Getriebe haben verschiedene Anforderungen

Quelle Betriebsanleitung des Fahrzeugs; Websites der Hersteller

Grundbegriffe

Wartungsplan
Vom Hersteller für ein bestimmtes Modell und einen bestimmten Motor festgelegte Liste von Arbeiten und Intervallen.
Erschwerte Betriebsbedingungen
Kurzstrecken, langer Leerlauf, Staub, Anhängerbetrieb und andere Einsatzarten, für die der Hersteller kürzere Intervalle vorsehen kann. Die genaue Liste steht in der Anleitung.
Herstellerfreigabe
Bestätigung, dass ein Öl oder eine Flüssigkeit die Anforderungen eines bestimmten Fahrzeugherstellers erfüllt. Sie steht auf der Verpackung.
Hygroskopie
Die Fähigkeit eines Stoffes, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen. Der Hauptgrund für den regelmäßigen Wechsel der Bremsflüssigkeit.

Fragen zur Wartung

Darf man Bremsflüssigkeiten verschiedener Klassen mischen?

DOT 5 (Silikon) darf nicht mit Glykolflüssigkeiten gemischt werden. Ob sich Glykolflüssigkeiten mischen lassen, prüfen Sie anhand der Angaben von Fahrzeug- und Flüssigkeitshersteller; sicherer ist die in der Anleitung genannte Klasse.

Kann ich das Öl seltener wechseln, wenn das Auto wenig gefahren wird?

Intervalle gelten meist nach Laufleistung und nach Zeit – je nachdem, was zuerst eintritt. Kurzstrecken zählen oft zu den erschwerten Bedingungen. Prüfen Sie den Wartungsplan Ihres Modells.

Quellen

Die Inhalte dieser Website ersetzen weder die Betriebsanleitung noch den Wartungsplan Ihres Fahrzeugs: Intervalle, Füllmengen, Anzugsmomente und Flüssigkeitsspezifikationen entnehmen Sie bitte ausschließlich diesen Unterlagen. Anforderungen an Bauart und Abgasklasse klären Sie bitte bei offiziellen Stellen.